Aktuelles vom Böddiger Berg


Jahrgang 2018 ausverkauft!

Leider ist der Wein des Jahrgangs 2018 schon nach kurzer Zeit wieder ausverkauft gewesen. Nachdem bekannt wurde, daß er an den üblichen Verkaufsstellen erworben werden kann, fand ein regelrechter "Run" auf die vorhandenen Bestände statt. Auch andere regelmäßigen Kunden wie Hotels, Restaurants, Geschäfte und Institutionen sowie die Mitglieder des Vereins selbst haben sich ausreichend mit dem neuen Wein eingedeckt, sodaß die reiche Ernte von fast 10000 Flaschen bald vergriffen war. Nur noch bei den Weinfesten in Felsberg und Melsungen konnten hierfür reservierte Mengen ausgeschenkt werden. Jetzt gibt es nur noch einen Vorrat für die kommende Weinlese.

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Bester Wein aller Zeiten
Böddiger Berg: 10 000 Flaschen nach Rekordernte

Von Manfred Schaake

Felsberg/Böddiger. Gute Nachricht für alle, die den fruchtigen Tropfen vom nördlichsten Weinberg Hessens lieben: Der neue Jahrgang vom Böddiger Berg ist ab Ende April/Anfang Mai erhältlich. Er schmeckt nach der Rekordernte vom Vorjahr hervorragend. Das war das einhellige Urteil während der Präsentation durch den Vorstand des Fördervereins Böddiger Berg im Burghotel Heiligenberg. Nach der besten Ernte aller Zeiten gibt es diesmal knapp 10 000 Flaschen. „Dieser Wein hat eine exzellente Qualität”, sagte im HNA-Gespräch Altbürgermeister Klaus Stiegel, seit der Gründung 1992 Vorsitzender des Fördervereins Böddiger Berg. Der bewirtschaftet die 1,3 Hektar große Fläche mit 4500 Weinstöcken – 55 Prozent Ehrenfelser und 45 Prozent Riesling. 1600 Weinstöcke hat der Förderverein in den vergangenen Jahren in Eigenregie nachgepflanzt. Elf Tonnen waren im Herbst geerntet worden – so viel wie noch nie. Und auch das ist Rekord: 92 Grad Oechsle – die Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes – wurden voriges Jahr erreicht. „Die höchste Fruchtssüße aller Zeiten führt zu einer hervorragenden Qualität”, freut sich Stiegel: „Der neue Wein ist voll fruchtig, hat einen abgerundeten Geschmack – typisch Böddiger Berg.” Nach Angaben Stiegels kann die Flasche auch künftig für acht Euro verkauft werden. Im Handel ist der Wein demnächst an der Tankstelle Rietschle in Felsberg und bei Edeka-Pollmer in Wabern erhältlich.
Als Stiegel den neuen Wein im Staatsweingut Kloster Eberbach probierte, dachte er, „ich würde eine Auslese oder Spätlese vom Hessischen Staatsweingut trinken”. Der Böddiger Berg, freut er sich, habe eine so gute Qualität, „dass er sich vor keinem Wein aus dem Rheingau zu verstecken braucht”.
Alle Jahre wieder sind Ernte und Qualität der Trauben von der Natur abhängig. War es vorigen Herbst nach einem heißen und trockenen Sommer die beste Ernte aller Zeiten, so waren es im Jahr davor gerade mal 2,5 Tonnen. Das gab nur 1850 Flaschen. Und dieser Jahrgang war im Handel gar nicht erhältlich. Auch in so manchem Jahr davor saßen die Liebhaber des Böddiger Berges auf dem „Trockenen”. Die bisherige Rekordernte hatte 2015 bei zehn Tonnen gelegen. 2014 waren es nur 1,8 Tonnen. 2013 dagegen waren 9,4 Tonnen eingefahren worden, und 2002 waren es auch schon mal knapp 10 000 Flaschen gewesen.
6000 bis 8000 Flaschen braucht man nach Angaben Stiegels, um die Nachfrage zu erfüllen. „Die Nachfrage nach dem neuen Wein ist schon seit Wochen riesig”, sagt Horst Rietschle, der im Förderverein die bei Wanderern und Gruppen sehr beliebte Schutzhütte am Weinberg betreut.
Der neue Jahrgang, betont Klaus Stiegel, sei auch die beste Werbung für die Dreiburgenstadt mit ihrem Weinberg: „Der neue Wein hat etwas ganz Apartes, beim Abgang schmeckt man die leichten Säuren, und allein schon von der Blume hat man einen wunderschönen Einstieg in den neuen Wein. Origineller kann ein Böddiger Berg nicht sein.” DAS SAGEN...

Das sagen die Genießer
Zu den Liebhabern des Böddiger Berges gehört auch Landrat Winfried Becker. Sein Kommentar zum neuen Jahrgang: „Ein traumhaftes Produkt aus unserem wunderschönen Schwalm-Eder-Kreis.” Inge Fleischhut-Wolf, seit 2001 im Vorstand des Förderkreises aktiv: „Der beste Böddiger Berg, seitdem, ich Mitglied bin.” Stadtrat Karl-Heinz Gräser, ebenfalls im Förderverein aktiv: „Ein exzellenter Wein – eine hervorragende Werbung für unseren Förderverein und die Dreiburgenstadt.” Hüttenwart Horst Rietschle: „Ein Jahrhundertwein. Wir hatten noch nie eine solch hervorragende Qualität, der vollmundige Geschmack ist einmalig. Der Wein hebt sich von allem ab, was wir bisher hatten.”

Böddiger Berg 2017
Fotos: Manfred Schaake

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Jährliche Fahrt nach Eltville

Am 21. Februar 2017 hat der Böddiger Berg Vorstand mit Vorsitzendem Klaus Stiegel und Weinfreunden das Staatsweingut Kloster Eberbach in Eltville besucht. Unser begehrter Böddiger Berg ist fertig und wartet nur noch auf die Flaschenabfüllung. Der erste Schluck und die Feinabstimmung des 2016ner Tröpfchen war schon mal einmalig und verspricht Vieles. Auch hat der Förderverein eine ausreichende Menge an Sekt eingeplant, dieser kommt aber erst später nach Nordhessen.

Böddiger Berg 2017

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Lieferung von Sekt Jahrgang 2017

Aus der guten Ernte des Jahres 2016 konnten - wie bereits berichtet - 1.200 l zur Versektung abgegeben werden. Diese Lieferung ist vom Sekt-Hersteller Reuter und Sturm in Walluf in Flaschen gefüllt und einem 2. Gärvorgang (Flaschengärung) unterzogen worden. Nach einem nochmals rd. 6 - 7 Monate dauernden Gär- und Herstellungszeitraum ist Anfang November 2017 mit der Auslieferung von 1.600 Fla-schen zu rechnen. Auch der bekömmliche, trockene Sekt vom Böddiger Berg mit der typischen Geschmacksnote des nordhessischen Weines hat inzwischen viele Freunde, die schon voller Erwartung dem neuen Produkt entgegensehen. Er wird nach der Auslieferung Anfang bis Mitte November 2017 in den bekannten Verkaufsstellen in einer neuen attraktiven Premium-Flasche mit markantem Prägesiegel zum Preis von 12,00 € zu beziehen sein - evt. schon als edles Geschenk für Weihnachten!

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Wie bereits öffentlich angekündigt (siehe Artikel) in der HNA im Pressespiegel, deutet sich ein Wechsel bei den Felsberger Weinköniginnen an.
Nach 2 erfolgreichen und engagierten Jahren gibt die bisherige Weinkönigin Simone Schnittger die ihr übertragene Würde zurück und mit der noch einzuführenden Königin Karina Hilgenberg und der ihr zur Seite stehenden Weinprinzessin Victoria Hilgenberg treten zwei neue Majestäten die Regentschaft an. Die Inthronisierung ist anlässlich des Weinfestes in Felsberg ( Termin steht noch nicht fest) vorgesehen. Mit Karina wird eine Amtsinhaberin eingeführt, die diese Aufgabe schon einmal wahrgenommen hat.

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Neue Weinkönigin und Weinprinzessin im Amt

Die Inthronisierung der beiden neuen Majestäten ist inzwischen erfolgt und Karina (als Weinkönigin) sowie Victoria (als Weinprinzessin) sind offiziell im Amt.
Beginnend mit der Weinlese 2015 haben die beiden bereits eine Reihe von Verpflichtungen und Veranstaltungen wahrgenommen und sowohl dem Böddiger Berg wie auch die Stadt Felsberg hervorragend vertreten.

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Riesling ersetzt Kerner
Riesling füllt die Lücken


400 neue Weinstöcke für den Böddiger Berg
Von Manfred Schaake

Böddiger. Weitere Verjüngungskur für den nördlichsten Weinberg Hessens: Im Auftrag des Fördervereins Böddiger Berg pflanzt das Homberger Garten- und Landschaftsbauunternehmen Lambrecht 400 neue Weinstöcke. Der Förderverein investiert nach Angaben seines Vorsitzenden Klaus Stiegel etwa 10 000 Euro. Bereits vor zwei Jahren waren ebenfalls für 10 000 Euro rund 430 Weinstöcke gepflanzt worden. Und auch vor sieben Jahren waren neue Pflanzen in den Lavaboden gekommen.

Der ehemalige Felsberger Bürgermeister, der den 24 Mitglieder zählenden Förderverein seit seiner Gründung 1993 führt, spricht von einer Stabilisierung des Bestandes: “Es ist keine Erweiterung der Anbaufläche.” Etwa 4000 Weinstöcke gehören zum Böddiger Berg, auf dem es im Vorjahr eine Rekordernte gegeben hatte – HNA berichtete. Von dem 1,4 Hektar großen Weinberg mit herrlichem Blick ins Edertal und die drei Burgen sind 1,2 Hektar bepflanzt. 70 Prozent der Weinstöcke sind Ehrenfelser. Jetzt aber wird nur noch Riesling gepflanzt. Die zum Schutz grün eingewachsten Hochstämme kommen aus einer Rebschule in Mannheim. “Riesling und Ehrenfelser passen gut zusammen, lassen sich gut gemeinsam keltern”, erläutert Stiegel.

Die Pflanzaktionen der vergangenen Jahre waren notwendig geworden, weil Weinstöcke eigetrocknet oder von Schädlingen befallen waren. Nach Angaben Stiegels gab es Probleme mit der Mauke, “und gegen die Mauke gibt es keine Bekämpfungsmöglichkeit”. Das sei eine von einem Pilz verursachte Erkrankung: “An der Veredelungsstelle bildet sich ein Geschwulst, das ist wie Krebs.”

Ist die Pflanze geschwächt, dringt der Pilz in die aufgerissene Rinde ein. Künftig soll es dazu nicht mehr kommen. War die Veredelungsstelle bei früher gepflanzten Propfreben am Boden, so liegt sie laut Stiegel jetzt 30 Zentimeter hoch. Nach drei Jahren werden sich an den neuen Stöcken spärliche Trauben bilden. “In vier bis fünf Jahren rechnen wir dann mit einer vollen Ernte”, sagt Klaus Stiegel.

An der unteren Seite des Weinberges werden jetzt drei Reihen Kerner durch Riesling ersetzt. Der Kerner, sagt Stiegel, brachte zwar einen guten Ertrag. Die Trauben wurden aber früher reif, “und die Amseln und Waschbären ernteten die Früchte gern schon vor der Weinlese”.

Mit den Pflanzaktionen will der Förderverein Stiegel zufolge ein Zeichen setzen: “Wir möchten den Weinberg fit machen für die Zukunft. Und wir möchten in Zukunft junge Mitglieder werben, die auch Verantwortung übernehmen.”

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Weinlehrpfad und Schutzhütte fertig gestellt (Oktober 2012)

Nach langer Vorbereitung und Planung ist im Juni 2012 der Baubeginn eines Weinlehrpfades und einer Schutzhütte am Böddiger Berg erfolgt. Mit den Bauarbeiten ist unmittelbar nach Eingang des Förderbescheides aus dem europäischen „Eler-Programm“ begonnen worden.

Mit dem Weinlehrpfad werden Besuchern und Gästen bessere Einblicke und Kenntnisse über den Weinanbau und die Rebsorten geboten. Es wurden in der obersten Reihe der Rebfläche jeweils fünf Weinstöcke von 2 Rotweinsorten (Rotburgunder und Dornfelder) sowie 8 Weißweinsorten (u.a. Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner und Scheurebe) gepflanzt, die inzwischen alle angewachsen sind.

Auf Schildern und Hinweistafeln werden Ursprung und Entwicklung der jeweiligen Traubensorten dargestellt und mit Text und Bildern unterlegt.

Ingesamt werden dem Betrachter Informationen über den Weinbau allgemein und dem Anbau in Nordhessen geboten, die durch fachkundige Führungen zusätzlich vertieft werden können.

Ein Schmuckstück ist die neue, offene Schutzhütte geworden, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt und Platz sowohl für Gäste- und Besuchergruppe bietet wie auch von den Helfern bei der Weinlese genutzt werden kann.

Sie hat ihre Bewährungsprobe bereits bei der Lese 2012 bestanden. Betreut vom Hüttenwart Horst Rietschle kann sie für Führungen und Weinproben genutzt werden.

Mit den neuen Einrichtungen wird der Förderverein einen Beitrag zum Tourismus und Fremdenverkehr im Edertal und speziell der Stadt Felsberg leisten.